Tischtennis-Fest in Wiesloch: Hochklassiger Sport und starke Solidarität

Die Gymnastikhalle der Albert-Schweitzer-Schule wurde am Wochenende vom 20./21. Dezember zum Epizentrum des regionalen Tischtennissports. Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte haben die Tischtennisfreunde 1968 Wiesloch die regionalen Pokalmannschaftsmeisterschaften ausgerichtet.

Anfang September startete der Pokal mit insgesamt 105 Mannschaften. Am Ende qualifizierten sich 23 Teams aus dem Kreis Heidelberg, um in sechs verschiedenen Leistungsklassen im „Final Four“-Modus ihre Pokalsieger zu ermitteln.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Klassen C II bis C IV, während am Sonntag in den Eliteklassen C I, B und A um jeden Ball gekämpft wurde. Die Zuschauer erlebten Tischtennis auf höchstem Niveau, geprägt von taktischer Raffinesse und enormer Dynamik.

Die Sieger der Final Four

In packenden Endspielen setzten sich folgende Mannschaften durch und krönten sich zu Pokalsiegern:

  • Erwachsene A: DJK 1927 Dossenheim I (vor 1. TTC Ketsch I)
  • Erwachsene B: TTC St. Leon-Rot (vor der TTG EK Oftersheim I)
  • Erwachsene C I: DJK 1927 Dossenheim II (vor TTG Ek Oftersheim II)
  • Erwachsene C II: DJK 1927 Dossenheim IV (vor TTC Hirschhorn II)
  • Erwachsene C III: SV 02 Altneudorf (vor TV 1888 Schlierbach)
  • Erwachsene C IV: TSV Rettigheim III (vor SV 02 Altneudorf II)

Ein Kraftakt hinter den Kulissen

Der erste Vorsitzende der TTF Wiesloch, Wolfgang Ely, der zugleich als Pokalspielleiter des Verbandes fungierte, zeigte sich sichtlich stolz: „Das spielerische Niveau war hervorragend, aber mindestens genauso glücklich bin ich über die reibungslose Ausrichtung.“ Ein besonderer Dank galt dem Sportwart Daniel Lippok, der die Fäden von der ersten Aufbau-Minute bis zur Bewirtung in der Hand hielt. Ohne die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Mitglieder, die das gesamte Wochenende über im Einsatz waren, wäre ein Event dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.

Lions Club Wiesloch: Retter in der Not

Ein emotionaler Höhepunkt am Sonntag war der Besuch des Lions Clubs Wiesloch. Nach der schmerzhaften Zerstörung aller Vereinstische standen die Tischtennisfreunde vor einer existenziellen Herausforderung. Hier bewies der Lions Club außergewöhnliche Solidarität: Mit einer großzügigen Spende von zwei neuen Wettkampftischen leisteten sie den entscheidenden Beitrag, um den Spielbetrieb in Wiesloch aufrechtzuerhalten.

Von links: Daniel Lippok, Salvatore Cadoni, Marcel Molitor, Wolfgang Ely, Stefan Knopf, Thomas Stegemann und Andreas Böhler

Präsident Thomas Stegemann sowie Stefan Knopf und Andreas Böhler ließen es sich nicht nehmen, die Tische im Rahmen des Final Four symbolisch zu übergeben und sich bei einigen hochklassigen Ballwechseln von der Qualität des Sports zu überzeugen. „Im Namen des gesamten Vereins möchten wir uns noch einmal herzlich für diese großzügige Unterstützung bedanken. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte der Vorstand der TTF.

Fazit: Werbung für den Sport

Die regionalen Pokalmeisterschaften waren mehr als nur ein Turnier. Sie waren ein Beweis für das lebendige Vereinsleben in Wiesloch und eine erstklassige Werbung für den Tischtennissport. Mit einer Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und gesellschaftlichem Zusammenhalt blicken die Tischtennisfreunde 1968 Wiesloch auf eine rundum gelungene Premiere zurück.